Kinderfrei

Irgendwann Anfang dreißig stellt man fest, dass die Leute um einen herum Kinder kriegen. Da macht man dann entweder fleißig mit – oder eben auch nicht. Wenn man aber nicht mitmacht, kommt man in Erklärungsnöte, denn Kinderkriegen wird häufig als der normale oder natürliche Fall verstanden. Dass man das auch anders sehen kann, beweisen einige Bücher, Artikel, Websites und Blogs. Wer sich umfassend über das Thema Gedanken machen will, kommt an solchen Quellen nicht vorbei. Daher hier eine subjektive Auswahl mit kurzem Kommentar. Wie alle Quellen-Listen hier wird auch diese fortgeführt, gerne auf Zuruf!

Bücher

Garsoffky/Sembach – Der tiefe Riss

Das Buch tarnt sich als ausgewogene, neutrale Vermittlungsarbeit zwischen Kinderfrohen und Kinderfreien, ist dabei aber leider letztlich doch nur ein Plädoyer dafür, entweder Kinder zu kriegen oder Eltern zu entlasten.

Huber – Kinderfrei

Leider ist die Polemik der ersten Buchhälfte nicht gerade sachdienlich; hier ätzt die Autorin herum, statt kühl zu argumentieren, was ihr in der zweiten Hälfte dann zunehmend besser gelingt. Unbedingt lesenswert, wenn man schon immer demographie-optimistische Prognosen vermisst hat. Knapp gesagt: Ja, wir werden weniger. Nein, das ist nicht schlimm. Und rein logisch ist es auch nicht möglich und/oder wünschenswert, dass es stets mehr junge als alte Menschen gibt.

Artikel

Grist 

Aus einer ökologisch-ökonomischen Perspektive argumentiert Lisa Hymas für einen GINK-Lifestyle: green inclinations, no kids. GRIST.org

Laura Carroll

Diverse Artikel zum Schlagwort „Childfree“ bei der Autorin Laura Carroll

Antinatalismus

Ich würde mich nicht als Antinatalisten bezeichnen, auch wenn man gute philosophische Argumente anbringen kann, die ethisch gegen das Kinderkriegen sprechen. Der Vollständigkeit halber erwähne ich daher auch einige antinatalistische Quellen:

  • „Antinatalismus ist eine Philosophie, die der menschlichen Reproduktion ablehnend gegenübersteht. Das Wort leitet sich vom lateinischen natalis, ‚zur Geburt gehörig‘, ab. Das Gegenteil von Antinatalismus ist der Pronatalismus. Antinatalistische Positionen vertreten unter anderem der arabische Dichter Al-Ma’arri, Arthur Schopenhauer, […] sowie das Voluntary Human Extinction Movement“
    Wikipedia
  • Interview mit einem Antinatalisten
  • „Das philosophische Weltbild des Antinatalismus ist in der Öffentlichkeit und in den Medien noch immer ein Tabu-Thema. Doch was hat es mit diesem Weltbild auf sich?“
    Telepolis
  • „Für ein ‚langsames und friedfertiges Aussterben der Menschheit‘ setze [Théophile de Giraud] sich ein, so viel war deutlich zu hören. Alle ökologischen, politischen oder sonstigen Probleme wären irgendwann gelöst, wenn die weltweite Geburtenrate konsequent unter zwei gehalten würde. Denn dann hätte sich die Menschheit bald von selbst erledigt.“
    Zeit.de
  • Noch eine Besprechung zu de Giraud im tabularasamagazin

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