Semesterferienupdate: Ein Jena-Kurztrip

Es gehört zu den schlimmsten Eigenschaften unserer Sprache […], die Prädikation auf Satzsubjekte zu erzwingen und so die Vorstellung zu suggerieren und schließlich die alte Denkgewohnheit immer wieder einzuschleifen, daß es um »Dinge« gehe, denen irgendwelche Eigenschaften, Beziehungen, Aktivitäten oder Betroffenheiten zugeschrieben werden. Das Dingschema (und entsprechend: die Auffassung der Welt als »Realität«) bietet aber nur eine vereinfachte Version der Sachdimension. Dinge sind Beschränkungen von Kombinationsmöglichkeiten in der Sachdimension. (Luhmann, … Mehr

Rückblick: Der Studienort Jena

Das ganze Elend der Menschheit rührt daher, dass die Menschen nicht einfach ruhig in einem Zimmer bleiben können. (Pascal) Nachdem ich nun über knapp 20 Monate insgesamt ca. 200 Tage ganz oder teilweise in Jena verbracht habe — also etwa ein Drittel der letzten anderthalb Jahre –, dachte ich mir, ich werfe mal einen Blick zurück auf die Stadt. Größe und Lage Jena ist sehr schnuckelig: 110.000 Menschen, etwa so … Mehr

WS24/15: Das Ende der Präsenz

“Ambient music should not have any direction — it should remain ambiguous and incomplete.” (Phew) Ein bisschen merkwürdig ist das schon immer im (leeren) IC nach Jena. Pünktlich zur Abfahrtszeit sind alle relevanten Parteien vor Ort, inklusive dem Zug; man fährt dann pünktlich los, auf einer scheinbar leeren Strecke, und tuckelt vor sich hin; und dann ist man plötzlich 5-10 Minuten verspätet, obwohl man nirgends merklich Zeit verliert, weder auf … Mehr

WS24/W04: Chagall, Apoldas Museumsshop, ein Sprach-Referat und MA-Formalia

Danke, ich habe auch ohne Freud immer gut geschlafen. (Chagall auf den Vorschlag, den Surrealisten beizutreten) Ich hatte ja meinen total subjektiven Eindruck schon geschildert, dass der Jenaer Wohnungsmarkt dieses Semester etwas weniger verheerend ist als vor einem Jahr. Wenn man dem Akrützel folgt, gilt das aber nicht. Der Artikel ist ganz interessant. Ein Student sagt darin, dass er 80 Bewerbungen und 36 Besichtigungen hatte; ich hatte damals (!) ja … Mehr

SS23/W08: Deutschlandticket (again), Fanta und Vertragstheorie

Aus [Sicht des Studierendenwerks-Abteilungsleiters] müsse klar sein, dass es auch in der Mensa nicht gesund ist, jeden Tag Pommes zu essen. (Akrützel) Der Heimaturlaub war schön und entspannend. Endlich hatte ich mal Gelegenheit, „Abgrundtief“ zu spielen, wurde aber schon in der dritten Runde zum Verräter. (Spoiler: Die Menschen sind einfach auf halber Strecke nach Boston verhungert und wir Hybriden haben gewonnen.) Das Wetter trug das seine zum Urlaubsgelingen bei, denn … Mehr

Woche 15: Das Ende vom Anfang

Falls es irgendwelchen Philistern nicht klar sein sollte: Das Wintersemester 2022/23 geht zu Ende. Damit sage ich für einige (wenige) Wochen tschüss zu Zwätzen, zu Jena, zu neuen lieben Menschen und zum Studentenleben. Gleichzeitig sage ich wieder hallo zu anderen lieben Menschen, zu Nürnberg – und ab nächster Woche geht es auch wieder mit der Erwerbsarbeit los. Anders gesagt: Ich muss ein neues Alltags-Modul laden. Das kann dauern. Aber vielleicht … Mehr

Woche 11: Nichtstadt oder Lichtstadt?, Weimar und ‚Fleabag‘

„Die moderne Staatsgewalt ist nur ein Ausschuss, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Kapitalistenklasse verwaltet.“ Marx Die elfte Woche geht zu Ende, wieder mit einer Fahrt nach Nürnberg. Und es ist wieder sehr viel passiert. Ich frage mich langsam, was ich mit diesen ganzen Tagebuchnotizen und Erkenntnissen hier mal mache, zumal sich viele Inhalte mit dem Zettelkasten doppeln oder direkt daraus entnommen sind … Weimar Ein Spontanausflug führte mich nach Weimar. … Mehr

Woche acht: Erste Prüfung, eine Hörsaal-Besetzung und – was ist eigentlich ‚Ethik‘?

tl;dr: Schreib mir oder in die Kommentare, was du unter „Ethik“ verstehst. Es gibt keine falschen Antworten. („Des, was die immer ham, die net in Reli gehn“ ist eine akzeptable Meinung.) [Alle Artikel zum Thema Sabbatical finden sich hier.] Hörsaalbesetzung Ich berichte ja oft von meinem „Geschlecht und Religion“-Seminar bei Prof. Gisela Mettele. Ihr Lehrstuhl ist derjenige für „Geschlechtergeschichte“, und genau dieser ihr Lehrstuhl soll nun abgeschafft werden. Was da … Mehr

Woche Fünf: Konzert, Theater, erster Schnee

Es wird kalt. Und nass. Die Kunitzburg, die mir sonst einen festen Anker beim Blick aus dem Fenster bietet, versteckt sich diese Woche die meiste Zeit. Es schneit. Jena ist aber – im Gegensatz z.B. zu Köln – auch bei grauem Wetter recht annehmbar. Die Woche startete ja mit einem kleinen Aufreger und der anschließenden soziologischen Auseinandersetzung damit, entwickelte sich aber deutlich besser weiter. Diese Woche bleibe ich zur Kontrastbildung … Mehr

Die dritte Woche: Kulturticket, Räume und Systemtheorie

Was mir beim Erstentwurf zu diesem Artikel auffiel: Es fühlt sich gar nicht nach der dritten Woche an. Einerseits ist alles noch so neu, dass es auch die erste oder zweite sein könnte; andererseits sind manche Wege, Orte und Ereignisse schon „Gewohnheit“, sodass ich auch „Woche Fünf“ glauben würde. Das nur als Anmerkung zur „Zeitwahrnehmung“ aus dem letzten Artikel. [Alle Artikel zum Thema Sabbatical finden sich hier.] 10 Tage in … Mehr

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